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Darmspiegelung im Schlaf

Sedierung ist sicher

22.09.2014 -

Magen- und Darmspiegelungen sind die häufigsten Untersuchungen in der Praxis des niedergelassenen Gastroenterologen. Dank der modernen Möglichkeiten, die Behandlung auf Wunsch unter Sedierung durchzuführen, kann der Patient das Prozedere ohne Angst und Belastung verschlafen.


"Die immer wieder aufkeimende Debatte über Risiken sollte durch die neueste Studie, in der 350.000 Sedierungsanwendungen im Rahmen von Magen- und Darmspiegelungen analysiert worden sind, endgültig vom Tisch sein", sagt Dr. Franz-Josef Heil vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). In der genannten Studie gab es gerade einmal 32 schwerwiegende Komplikationen, also weniger als 0,01 Prozent der Fälle.

"Dabei muss man ganz deutlich sagen, dass es sich bei den Fällen mit Komplikationen in aller Regel um Patienten handelt, die schwere Vor- oder Begleiterkrankungen haben oder die notfallmäßig untersucht werden müssen", erklärt der bng-Vorsitzende. "All dies sind stationäre Fälle, die in der niedergelassenen Praxis gar nicht untersucht werden."

Die Anforderungen an den sedierenden Arzt und sein Team sind zu Recht hoch und über Leitlinien standardisiert. Der Patient wird umfassend aufgeklärt. Die Praxis hält zusätzliches, qualifiziertes Personal und zusätzliche technische Ausstattung inklusive Überwachungsmöglichkeiten bereit. "Die Magen-Darm-Ärzte gewährleisten bei der Sedierung so hohe Sicherheitsstandards wie sie für keine andere Fachgruppe gefordert werden", betont Dr. Heil.

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